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BBS Meppen beteiligt sich an Projekt "Umweltschule"

br 14. März 2017

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Auch in diesem Schuljahr beteiligen sich die Berufsbildenden Schulen Meppen wieder an dem Projekt „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule“, das in Niedersachsen seit 1995 für alle Schulen angeboten wird.




Es zielt auf die Entwicklung umweltverträglicher Schulen und die Verankerung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung im Schulleben. Unabhängig von ihrer Ausgangssituation und ihrer Schulform können alle Schulen die begehrte Auszeichnung "Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule " erhalten, wenn sie innerhalb der zweijährigen Projektzeit ein selbst entwickeltes Konzept zur Verbesserung ihrer Umweltverträglichkeit erfolgreich umsetzen konnten. Schulen aller Schulformen nutzen in Niedersachsen seit über 20 Jahren die Chance, sich mit einer Teilnahme an ein zukunftsorientiertes Profil im Sinne der Agenda 21 zu geben. Landesweit nehmen aktuell mehr als 360 Schulen an diesem Projekt teil. Diese Zahl beeindruckt, denn bundesweit sind insgesamt rund 750 Schulen beteiligt und damit hat Niedersachsen zurzeit das größte schulische Netzwerk in Deutschland.

Die Schulgemeinschaften der Umweltschulen verfolgen das Ziel, über einen Zeitraum von zwei Jahren durch konkrete Maßnahmen die Bereitschaft zu umweltgerechtem Verhalten zu erhöhen. Der nachhaltige Umgang mit der eigenen Lebenswelt und der Blick auf die zur Verfügung stehenden Ressourcen und auf spätere Generationen stehen im Vordergrund. Die beteiligten Schulen handeln damit im Sinne der von den Vereinten Nationen im Jahr 2005 gestarteten Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung". Für den Projektzeitraum 2016 – 2019 wird niedersächsischen Schulen in Abstimmung mit der Bundeskoordination die Arbeit in folgenden Handlungsfeldern besonders empfohlen: „Schulgarten“, „Lebensraum Wasser“ und „Leben im Jahr 2030“. Mit zwei Themen aus diesen Bereichen muss sich jede Schule kreativ und engagiert auseinandersetzen.

Auf Initiative von Johannes Achter beteiligen sich die Berufsbildenden Schulen Meppen in diesem Projektzeitraum in den Handlungsfeldern „Nachhaltige Schulimkerei“ und „Insektenhotel“ am Wettbewerb. Da Achter auch als Lehrer im Vitus-Werk unterrichtet, war ihm der Gesichtspunkt der Inklusion ebenfalls wichtig. Deshalb wurden in Kooperation mit dem Vitus-Werk zwei große „Hotelständer“ für verschiedene Insektenarten gefertigt. Daran waren nicht nur Schülerinnen und Schüler der Berufsbildungsbereiche Holz, Metall und Gartenlandschaftspflege des Vitus-Werks beteiligt, auch eine Sprachlernklasse, ein Berufsvorbereitungsjahr sowie eine Berufseinstiegsklasse aus den Bereichen Holz- und Metalltechnik der BBS waren involviert. Die fast zwei Meter hohen Insektenhotels sind dem Logo des Vitus-Werks nachempfunden und bestehen jeweils aus fünf hölzernen Sechsecks, die mit verschiedenen Materialen gefüllt sind. Sie bieten Platz für Läuse fressende Insekten wie Marienkäfer, Ohrwürmer, Florfliegen, Schlupfwespen oder Wildbienen. Beide Objekte wurde jetzt an den BBS aufgestellt, eins beim Volleyballfeld nahe der schuleigenen Bienenkäste und eins im Innenhof. Dabei bedankten sich Schulleiter Franz Egbers und sein Stellvertreter Richard Rademaker bei den beteiligten Schülerinnen, Schülern und Kollegen sowie bei Clemens Dickebohm vom Vitus-Werk für deren Engagement. Egbers gehe davon aus, dass die Berufsbildenden Schulen auch dieses Mal erfolgreich im Wettbewerb sein und den Titel „Umweltschule in Europa“ bekommen werden.

H. May