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BBS Meppen ist "Schule mit Courage"

br 17. November 2017

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Seit Anfang dieses Schuljahres hat unsere Schule auch die offiziellen Kriterien erfüllt und darf sich „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nennen. Der Festakt zur Anerkennung und Übergabe des Schildes fand jetzt im Forum der Schule statt.




Diesen Titel kann jede Schule erwerben, wenn sich mindestens 70 Prozent aller Menschen, die in einer Schule lernen und arbeiten (Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und technisches Personal),  mit ihrer Unterschrift verpflichten, sich künftig gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt an ihrer Schule aktiv einzusetzen, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekttage zum Thema durchzuführen. Zudem unterschreibt eine Schule, die sich zu den Zielen einer Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage bekennt, folgende Selbstverpflichtung:

Wir werden uns dafür einsetzen, dass es zu einer unseren zentralen Aufgabe wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.

Wenn an unserer Schule Gewalt geschieht, diskriminierende Äußerungen fallen oder diskriminierende Handlungen ausgeübt werden, wenden wir uns dagegen und setzen uns dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, zukünftig einander zu achten.

Wir setzen uns dafür ein, dass an unserer Schule einmal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.

Um das alles umzusetzen und zu realisieren, übernahm Oberstudienrat Daum die verantwortliche Federführung und erreichte im vorigen Schuljahr, dass von den über 4000 Schülerinnen und Schülern sowie nahezu 200 Lehrkräften und dem technischen Personal weit mehr als 70% diese Erklärung unterschrieben. Damit konnte im Juni der entsprechende Aufnahmeantrag gestellt werden. Über die geforderten Projekte (Briefmarathon, Ausstellung „Asyl ist Menschenrecht“) wurde hier bereits berichtet.

Zum Festakt zur Anerkennung waren die Klassensprecher*innen eingeladen und selbstverständlich Landrat Winter, der die Patenschaft für dieses Projekt übernommen hatte. Er sei „stolz darauf“, dass damit fast alle „aktiv Verantwortung für das Klima an der Schule“ übernähmen und durch diese Auszeichnung nun zum größten Schulnetzwerk in Deutschland mit über 2500 Schulen gehöre. Der Landeskoordinator des Niedersächsischen Kultusministeriums „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, Herr Dr. Peter Kaufmann, zeigte in seinem Grußwort noch einmal die Entwicklung dieses Projektes auf, dessen Anfänge in Berlin Anfang der 1990er Jahre zu sehen seien. Allerdings, so Kaufmann, sei das Anliegen, seien die Ziele dieses Netzwerkes höchst aktuell, was die momentanen gesellschaftlichen Diskussionen zeigten. Zudem sieht er eine zeitlose Aufgabe darin, da ständig eine Gefahr davon ausgehe, da das „Potential zur Diskriminierung natürlicher Weise in jedem von uns Menschen“ stecke.

Beide Redner wiesen explizit darauf hin, dass der Titel kein Preis und keine Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit sei, sondern eine Selbstverpflichtung für die Gegenwart und insbesondre für die Zukunft.

H. May