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Projekttag gegen Rassismus

br 5. April 2018

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Seit Anfang dieses Schuljahres dürfen sich die Berufsbildenden Schulen Meppen „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nennen. Hierzu haben sich die BBS nicht nur verpflichtet, sich gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt an ihrer Schule aktiv einzusetzen sowie bei Konflikten einzugreifen, sondern auch jährlich regelmäßig Projekttage zum Thema durchzuführen.




In diesem Rahmen fand nun ein „Projekttag gegen Rassismus“ statt, der von einigen Kollegen und den Sozialarbeiterinnen der BBS Meppen organisiert wurde und an dem sich die Meppener Gruppe von Amnesty International, die Initiative Stolpersteine, der SKM Sozialdienst Katholischer Männer und eine Sprachförderklasse der BBS als vier Stationen beteiligten, die von teilnehmenden Klassen angelaufen werden konnten, um sich dort vor Ort über die Arbeit bzw. Angebote dieser Gruppen zu informieren.

Die Grundlage der Arbeit von Amnesty International sind die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und andere Menschenrechtsdokumente. Die nichtstaatliche Organisation recherchiert Menschenrechtsverletzungen und betreibt unter anderem Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit. Die Meppener Gruppe besteht seit 1978 und hat sich seither für mehrere hundert Opfer staatlicher Willkür eingesetzt. Mit seinen Stolpersteinen will der Künstler Gunter Demnig die Erinnerung an die in der Zeit des Nationalsozialismus vertriebenen und ermordeten Menschen wachhalten. 2006 wurde der Initiativkreis „Stolpersteine“ Meppen gegründet, um die Verlegung der Betonquader mit goldglänzender Messingtafel auch in Meppen umzusetzen. Befürwortet von der Stadt, den Kirchen und Parteien, Schulen, dem Heimatverein sowie dem Arbeitskreis Christentum Judentum, die Unterstützung zusagten. Der SKM - Emsland Mitte – existiert seit 1987, ist von der katholischen Soziallehre geprägt und möchte dazu beitragen, dass Menschen in Not Helfer und Hilfe finden. Unter anderem befasst sich der SKM auch mit Flüchtlings- und Migrationsarbeit. Die BVJA-2 ist eine von derzeit vier besonderen Sprachförderklassen, die seit zwei Jahren sind an den BBS Meppen eingerichtet sind. In dieser Klasse werden beispielsweise 16 Schülerinnen und Schüler aus 15 verschiedenen Nationen unterrichtet. In den Sprachförderklassen werden Schülerinnen und Schüler auf unterschiedlichem Niveau mit dem Schwerpunkt Spracherwerb beschult, aber auch fachpraktischer und fachtheoretischer Unterricht findet statt. Zum Ende eines Schuljahres ist die weitere schulische bzw. berufliche Orientierung Thema, wobei selbstverständlich Unterstützung gegeben wird. Zurzeit besuchen über 3600 Schülerinnen und Schüler aus 44 Nationen die Berufsbildenden Schulen Meppen.

Alle Stationen an diesem Projekttag boten den Teilnehmern Gelegenheit, sich aktiv mit den jeweiligen Themen zu beschäftigen. Dazu eingeladen waren Klassen des Beruflichen Gymnasiums und der Fachoberschule mit Schwerpunkt Sozialpädagogik, die sich rege beteiligten. Abschließend hatte jeder Teilnehmer die Möglichkeit, von sich ein Foto anfertigen zu lassen mit dem Motto „Wir nehmen Rassismus persönlich“.

H. May