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Schüler helfen Schülern - Förderung sozialer Kompetenzen an den BBS Meppen

br 7. September 2017

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Auch in diesem Jahr führten die Schüler der zweijährigen BFS Pflegeassistenz an den Berufsbildenden Schulen Meppen und die Schüler des Berufsbildungsbereiches im Vituswerk ein gemeinsames Projekt im Bereich Versorgung und Unterstützung von Menschen durch.




Beim ersten Kontakt lernten die BBS Schüler die verschiedenen Ausbildungs- und Arbeitsbereiche des Vituswerks kennen. Im weiteren Verlauf des Projekts stellten die Auszubildenden gemeinsam Blumengestecke, Schmunzelsteine, Partygebäck aus Blätterteig und Glücksschweinchen her.“ Jeder hat von jedem etwas gelernt“, so resümierte ein Schüler das Projekt. Als Praxisanleiter lernten sie zu beobachten, geduldig zu warten, die Teilnehmer experimentieren zu lassen und nur im Bedarfsfall die erforderliche Unterstützung anzubieten. Die Ideenvielfalt bei der kreativen Gestaltung und das selbständige Arbeiten bereitete allen Schülern spürbar Freude. Ein gemeinsames Essen rundete das Projekt ab. Der Teamgeist motivierte alle Schüler erneut, ihre Ausbildung erfolgreich abzuschließen.

Staatlich geprüfte Pflegeassistentinnen/ Pflegeassistenten werden als Assistenzkräfte in der Altenpflege, der Heilerziehungspflege und der Gesundheits- und Krankenpflege eingesetzt. Sie unterstützen Fachkräfte und arbeiten nach Einweisung und Anweisung selbständig.

Pflegeassistenten helfen bei der pflegerischen Versorgung, unterstützen bei Verrichtungen des täglichen Lebens, wirken bei Angeboten zur Aktivierung, Förderung, Tagesstrukturierung und bei der sozialen Betreuung mit. Die Qualifikation der staatlich geprüften Pflegeassistenten unterscheidet sich von den kurz ausgebildeten und angelernten Hilfskräften in pflegerischen Berufen durch die staatlich geregelte zweijährige Berufsausbildung, die Breite und Tiefe der Ausbildung und deren integrativen Ansatz.

Durch den Erwerb des Berufsabschlusses als Pflegeassistentin / Pflegeassistent verbessern sich auch die Bewerbungschancen für eine weitere Berufsausbildung. Eine Ausbildungsverkürzung ist z.B. in der Altenpflege möglich. Zusätzlich können die Schüler den Sekundarabschluss I – Realschulabschluss erwerben ( Notendurchschnitt: 3,0 ). Die Eingangsvoraussetzungen für diese Ausbildung sind der Hauptschulabschluss, der Nachweis der persönlichen Zuverlässigkeit (erweitertes Führungszeugnis) und der Nachweis der gesundheitlichen Eignung durch den Hausarzt. Die Schülerinnen und Schüler müssen Freude im Umgang mit Menschen haben, die aufgrund ihrer körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen ein eingeschränktes Leben führen. Sie sollen Interesse und Verständnis für die zu pflegenden und zu betreuenden Menschen mitbringen und bereit sein, sich vorurteilsfrei deren Problemen und Bedürfnissen zu nähern. Das setzt ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen voraus. Die tägliche Arbeit mit pflegebedürftigen Menschen bedeutet eine hohe Belastung für die Schülerinnen und Schüler und verlangt ein entsprechend hohes Maß an Verantwortung, Zuverlässigkeit und großes Verantwortungsbewusstsein für sich und die zu betreuenden Menschen sind unerlässliche Voraussetzungen für das berufliche Handeln in der Ausbildung wie im späteren Beruf. Wichtig ist auch, dass die Schülerinnen und Schüler die Bereitschaft zu Verwaltungs- und Dokumentationsaufgaben und die Fähigkeit zur Teamarbeit mitbringen.

Die Pflegeassistenten können somit einen Beitrag für die Entschärfung des Personalmangels in der Alten- bzw. Gesundheits- und Krankenpflege leisten.

Auf dem Bild: Die angehenden Pflegeassistentinnen und Pflegeassistenten der BBS Meppen und die Schüler des Berufsbildungsbereiches Hauswirtschaft St. Vitus mit den Fachlehrerinnen der BBS: Frau Breier, Frau Hensen und Frau Horst.

K.-H. Bruns