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Bericht zum Patenkindprojekt des Beruflichen Gymnasiums

sm 19. August 2015

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Im Jahr 2009 wurde an den Berufsbildenden Schulen in Meppen ein Patenkindprojekt in Zusammenarbeit mit der Organisation "Plan gibt Kindern eine Chance" ins Leben gerufen. Seitdem engagieren sich Schülerinnen und Schüler der beruflichen Gymnasien unter der Leitung von Studienrätin Anita Jacobi jedes Jahr erneut dafür, durch verschiedenste Aktionen die schulische Bildung und das alltägliche Leben der Patenkinder zu sichern.



Begonnen hat alles mit Marianny, ein heute elf-jähriges Mädchen, das in der Dominikanischen Republik in San Juan lebt. Durch erste Fotos und einige selbst gemalte Bilder von ihr wurde den Schülerinnen und Schülern schnell klar, wofür und dass es sich lohnt, immer wieder neue Aktionen auf die Beine zu stellen, um dem Patenkind auch langfristig gesehen wichtigen Unterstützungen ermöglichen zu können.
Diese Aktionen zeichneten sich durch die selbstständige Organisation und Durchführung der Schülerinnen und Schüler aus. Hierzu zählten zum Beispiel die alljährliche Waffel- und Kaffeeverkaufsaktion am Elternsprechtag in der Vorweihnachtszeit sowie zahlreiche Kuchenverkäufe in den Pausen der Berufsbildenden Schulen in Meppen. Dafür hatte man sich u. a. an zwei Nachmittagen in der Schulküche getroffen und Plätzchen gebacken, auch unter reger Beteiligung von Jungen. Durch diese Projekte gelang es den mitwirkenden Jugendlichen viel mehr Geld zu erarbeiten, als zunächst nur für Marianny benötigt wurde. Daher entschieden sich die Schülerinnen und Schüler eine weitere Patenschaft anzunehmen.
Durch die politische Lage in Pakistan und die Geschichte der 15-jährigen Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai entschieden sich die Jugendlichen dann ganz bewusst für ein Kind aus Pakistan. Malala Yousafzai, jüngste Kandidatin für den Friedensnobelpreis 2013, die ihre unglaublich mutigen Bemühungen fast mit ihrem Leben durch einen Angriff von Taliban-Mitgliedern bezahlen musste, setzte sich in Pakistan für die Aufdeckung der Missetaten der Taliban und vor allem für das Recht von Mädchen auf Bildung ein.
Gerade durch die schwierige Situation von Mädchen in diesem Land, entschieden sich die Schülerinnen und Schüler diesmal für die Unterstützung eines Mädchens aus Pakistan. Somit wurde die achtjährige Safeena das zweite Patenkind der Beruflichen Gymnasien Meppen.
Auch in diesem Schuljahr wurden die Aktionen mit viel Erfolg und Motivation durchgeführt, sodass das Patenkindprojekt auch weiterhin bestehen werden wird. Denn zum Glück gibt es immer wieder Schülerinnen und Schüler an den Berufsbildenden Schulen Meppen, die sich sozial engagieren und bei diesem Gemeinschaftsprojekt mitwirken möchten.