Die europäische Idee - ein alltägliches Thema, aber nur wenige können es greifbar nachvollziehen.
Für 20 Auszubildende aus sieben verschiedenen Berufen der Berufsbildenden Schulen Meppen jedoch bot sich die Chance, Europa direkt zu erfahren.
Vom 03. bis zum 14. Oktober waren sie Gast des Lycée Professionel Gaston Barré in Niort und lernten während dieses Praktikums, das vom Deutsch-Französischen Jugendwerk gefördert wurde, die Praxis ihrer Berufe in Frankreich kennen.
Vertreten waren auch in diesem Jahr unterschiedliche Ausbildungsberufe: von der Mechatronikerin über Technische Zeichner bis zur Köchin.
Die Berufsbildenden Schulen engagieren sich seit vielen Jahren, um jungen Auszubildenden die Erfahrung zu ermöglichen, in einem französischen Betrieb ein mehrtägiges Berufspraktikum abzuleisten. So konnten die Teilnehmer auch in diesem Schuljahr berufspezifische Einblicke in einem neuen Umfeld gewinnen, neue Seiten und Fähigkeiten an sich selbst entdecken, Freundschaften zu Azubis fremder Berufe aufbauen und sich mit gesellschaftlichen und politischen Themen befassen: Das Programm stand unter der Fragestellung, wie der Berufseinstieg für junge Arbeitnehmer in Deutschland und Frankreich heute gelingt.
Auch beim diesjährigen Aufenthalt war bei den jungen Menschen die Begeisterung zu spüren, so die begleitenden Lehrer, Leo Klafki und Walter Reincke, die dieses Austauschprogramm schon seit Jahren realisieren. Selbst ohne besondere Fremdsprachkenntnisse gelang es den Auszubildenden aufgrund ihrer Berufserfahrung, sinnvoll in den französischen Betrieben mitzuarbeiten.
Die Teilnehmer 2011 waren:
Viktoria Linger, Janina Pohl, Sabrina Freese, Janine Möller, Carolin Jansen, Stefanie Stenzel und Tanja Eisermann (Friseurinnen); Jens Kulas, Eva Rinklage, Stefanie Töpker (Mechatroniker/innen); Nadine Diering und Isabel Wolken (Technische Zeichnerinnen Stahl- und Metallbau); David Bruns und Christoph Gerdes (Konstruktionsmechaniker); Roman Wein (Anlagenmechaniker); Daniel Roloff, Eugen Ermakow und Evelyne Gillert (Koch/Köchin); Kinga Gawryluk (Hotelfachfrau); und Tobias Kathmann (Industriemechaniker).
Zum Erfolg wurde das Programm durch die besonderen Erfahrungen in den französischen Betrieben, aber auch durch das attraktive Rahmenprogramm zum Erkunden der Region: Der Besuch der französischen Atlantikküste in Royan an der Gironde-Mündung, die Besichtigung mit Probe im Haus Baron Otard in Cognac, das Austernessen auf dem Wochenmarkt in NIORT, die Probe regionaler Liköre in Coulon im Marais Poitevin (grünes Venedig), die Rückfahrt über Schloss Versailles und Paris mit ausgiebigem Stadtbummel zu den berühmtesten Monumenten der Stadt. Sogar die Route für die Rückfahrt wurde so geplant, dass die notwendigen Pausen mit einem herrschaftlichen Schloss der Loire im Rücken durchgeführt werden konnten: Amboise (zwischen Tours und Blois).
Das Fazit der Gruppe: eine Tour, die sich absolut gelohnt hat und reichlich neue Erfahrungen einbrachte. Der Dank ging an Leo Klafki und Walter Reincke als organisierende Lehrkräfte und an das deutsch-französische Jugendwerk.