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BBS Meppen ist "Umweltschule in Europa"

br 3. November 2017

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Die Berufsbildenden Schulen wurden in diesem Jahr wieder für ihr besonderes Engagement zur nachhaltigen Verbesserung der Schulwelt im Rahmen der Internationalen Agenda 21 als Umweltschule in Europa (USE) ausgezeichnet.




Die Urkunde nahmen Katharina Uhlenberg und Hannes Achter als Vertreter der BBS Meppen im Umweltbildungszentrum Museum am Schölerberg in Osnabrück entgegen.

Seit 1995 wird das Projekt „Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule“ in Niedersachsen für alle Schulen angeboten. Es zielt auf die Entwicklung umweltverträglicher Schulen und die Verankerung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung im Schulleben. Das Projekt ist mit ca. 340 teilnehmenden Schulen in Niedersachsen heute das größte schulische Netzwerk in unserem Bundesland. Der Titel „Umweltschule in Europa – Internationale Agenda 21-Schule“ ist Lohn für zwei Jahre erfolgreiche Projektbeteiligung. Mit der Preisverleihung will das Land das Engagement der Umweltschulen würdigen. Die Schulgemeinschaften der Umweltschulen verfolgen das Ziel, über einen Zeitraum von zwei Jahren durch konkrete Maßnahmen die Bereitschaft zu umweltgerechtem Verhalten zu erhöhen. Der nachhaltige Umgang mit der eigenen Lebenswelt und der Blick auf die zur Verfügung stehenden Ressourcen und auf spätere Generationen stehen im Vordergrund. Die beteiligten Schulen handeln damit im Sinne der von den Vereinten Nationen im Jahr 2005 gestarteten Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung". Die Schulen befassten sich in diesem Projektzeitraum mit jeweils zwei Projekten aus den Umweltbereichen: Wasser, Energie, Mobilität oder Klima, aber auch die Gründung einer nachhaltigen Schülerfirma waren möglich.

Die Berufsbildenden Schulen Meppen beteiligten sich in diesem Projektzeitraum in den Handlungsfeldern „Nachhaltige Schulimkerei“, betreut von Katharina Uhlenberg, Stefanie Steggemann und Alexander Klecha, sowie mit dem „Insektenhotel“, betreut von Hannes Achter (Umweltbeauftragter der BBS- Meppen).

Bei der Arbeit am Projekt Insektenhotel wurde, wie schon berichtet, ein besonderes Augenmerk auf die Zusammenarbeit des BBB-Vituswerk und der Berufseinstiegsschule der BBS Meppen gelegt. Die Arbeit an dem Projekt hat beiden Schülergruppen Spaß gemacht und bezüglich der Persönlichkeitsentwicklung gut getan. Diese Schülergruppen kommen im üblichen Unterrichtsalltag sonst nicht miteinander in Kontakt. So wurde beispielsweise in den verschiedenen Gewerken im Praxisunterricht zu gleichen Teilen an dem Insektenhotel gearbeitet und es entstand bei den meisten Schülern ein vertrauensvolles Zusammengehörigkeitsgefühl. Der theoretische Teil der Arbeit - Recherchearbeit, Arbeitsvorbereitung, Skizzen und einfache Zeichnungen erstellen usw. - wurde hauptsächlich vom BBB des Vituswerk in Haren-Emmeln im fächerübergreifenden Unterricht übernommen. Praktische Unterstützung gab es von verschiedenen Gruppen der Holztechnik, Bautechnik und der Metalltechnik unserer Schule, die einige Arbeiten vor Ort erledigten.

Mit dem Projekt "Nachhaltige Schulimkerei“ soll das Bewusstsein für die Natur im Allgemeinen und für die Bienen (Imkerei) im Besonderen verstärkt und gefördert werden. Im Biotop der BBS Meppen stehen die hauseigenen Bienenvölker für das Projekt, das sich in zwei Bereiche gliedert. Im ersten werden imkerliche Grundkenntnisse gemäß den Vorgaben des Deutschen Imkerbundes vermittelt und praktisch umgesetzt. Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Honigzertifikat und eine Urkunde. Zudem wird die Teilnahme auf dem Zeugnis bescheinigt. Im zweiten Bereich findet die Verankerung auf verschiedenen Ebenen im Unterricht statt. So soll im landwirtschaftlichen Bereich die Einbettung in einem Lerngebiet erfolgen, um für die oben genannten Probleme zu sensibilisieren. Weiterhin ist mit dem Bienenstand die Möglichkeit gegeben, den Biologieunterricht handlungsorientiert einzubetten. Denkbar ist auch, dass die Schülerinnen und Schüler, die die imkerlichen Grundkenntnisse erworben haben, als Experten den anderen Schülern ihr Wissen vermitteln. Zudem gibt es eine Einbettung ins Berufliche Gymnasium. Hier wird in der Einführungsphase im Unterrichtsfach Betriebs- und Volkswirtschaftslehre die Gründung eines Unternehmens unterrichtet. Im Sinne der Handlungsorientierung wurde eine Schülerfirma gegründet, die den Verkauf des Honigs realisiert. Weiterhin erfolgte auch die Eingliederung in den hauswirtschaftlichen Unterricht. Im Fokus stehen hier die Verwendung von Honig bei der Zubereitung von Speisen und die Veredelung von Honig (Honig mit Gewürzen). Genauso ist eine Einbettung im Fachbereich Holztechnik möglich. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist langfristig geplant, die Beuten und weitere Materialien (Ablegerkasten, Schwarmkiste, usw.) von den Tischlern bauen zu lassen. Die theoretische Ausbildung wird immer auch mit der praktischen Arbeit am Bienenstandort verbunden. Dies begann mit dem Umsetzen der ersten gekauften Bienenvölker in die eigenen Beuten. Danach geht es um die laufende Kontrolle der Völker und im Herbst um die Entnahme der Honigwaben und das Schleudern des Honigs im Honigraum sowie die Bienen für den Winter fit zu machen.

H.May